Abgesagte Veranstaltungen

Abgesagte Veranstaltungen

06.03.2020

Auf Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wurden Grossveranstaltungen ab 1000 Personen bis und mit 15. März eingestellt. Einzelne Kantone und Städte gingen beim Verbot sogar noch weiter. Was geschieht nun mit den bezahlten Tickets?

Bezahlt der Bund?

Nein, das Epidemiengesetz sieht kein Entschädigungspflicht vor. Eine allfällige, freiwillige Entschädigung wäre nur nach Art. 63 EpG möglich:

"Die anordnende Behörde kann Personen, die aufgrund behördlicher Massnahmen nach den Artikeln 33–38 sowie 41 Absatz 3 Schäden erleiden, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse dieser Personen entschädigen, soweit die Schäden nicht anderweitig gedeckt werden."

Rückerstattung gemäss AGB

Bei abgesagten Veranstaltungen gelten die Vertrags- und Geschäftsbedingungen des Veranstalters und damit auch der Entscheid über eine Rückerstattung. Auch über das weitere Vorgehen, etwa ob der Anlass verschoben werde, entscheidet der Veranstalter. Grundsätzlich hast du aber das Recht, das Geld zurückzuerhalten, da die Leistung nicht erbracht wurde. Wir empfehlen, den betreffenden Veranstalter anzuschreiben und das Geld zurück zu verlangen.

Wird der Anlass (kleineres Konzert, Theater etc.) durchgeführt, so hast du keinen Anspruch auf Rückerstattung des Tickets, sofern du dem Anlass aus Angst vor einer Ansteckung fernbleibst. In diesem Fall musst du auf die Kulanz des Veranstalters hoffen.

Versicherungen prüfen

Frage bei deiner Reiseversicherungen nach, ob eine Deckung für allfällige Ausfälle (Versicherung für Annullationskosten) besteht, welche die Kosten für die Veranstaltung oder die Reise übernimmt.

Hast du weitere Fragen zum Ausfall einer Veranstaltung? Wir klären das.

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