07.10.2020

 

Überall wird gebaut. In der Stadt und auf dem Land. Gerade in den Sommermonaten ist der Baustellenlärm besonders ärgerlich, da Arbeiten oder in Ruhe ein Buch lesen meist nicht mehr möglich ist.

Was kann ich als Mieter tun?

Falls die durch eine Baustelle verursachten Lärm-, Erschütterungs- und Staubimmissionen den vertragsmässigen Gebrauch der gemieteten Wohnung behindern, bedeutet dies einen Mangel, der zu einer Mietzinsreduktion berechtigt. In diesem Fall hast du gemäss Mietrecht die Möglichkeit, von deinem Vermieter eine Mietzinsreduktion zu verlangen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Vermieter Verursacher des Baulärms ist oder nicht. Die Höhe der Mietzinsherabsenkung ist abhängig von der Intensität der Immissionen.

Was kann ich als Eigentümer und Vermieter tun?

Bei Entschädigungsforderungen der Mieter wegen Baulärmimmissionen durch eine Baustelle auf dem Nachbargrundstück kann der Vermieter seinerseits einen Entschädigungsanspruch für den durch die Mietzinsreduktion verursachten Vermögensverlust geltend machen. Dies war Gegenstand mehrerer Bundesgerichtsurteile. Schon früh hat das Bundesgericht erkannt, dass unvermeidbare Lärmimmissionen bei rechtskonformer Bautätigkeit zwar zu dulden sind, aber zu einem Entschädigungsanspruch führen, wenn sie übermässig vorkommen und eine beträchtliche Schädigung verursachen.

Hast du Fragen zu Baulärm? Komm vorbei, YLEX klärt das.

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