Dienstbarkeit kurz erklärt

Dienstbarkeit kurz erklärt

28.02.2020

Mit einer Dienstbarkeit können verschiedene Rechte auf einem Grundstück geregelt werden. Häufige Rechte sind das Wegrecht, das Durchleitungsrecht, das Näherbaurecht oder das Wohnrecht.

Wesen der Dienstbarkeit

Eine Dienstbarkeit beschränkt das Eigentum. Durch eine Dienstbarkeit wird ein "Nicht-Eigentümer" an einem fremden Grundstück berechtigt. Diese Konstellation birgt Potential für Konflikte, da eine Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen wird und zeitlich unbegrenzt gültig ist.

Rechte und Pflichten

Der Berechtigte ist befugt, alles zu tun, was zur Erhaltung und Ausübung der Dienstbarkeit nötig ist. Er ist jedoch verpflichtet, sein Recht in möglichst schonender Weise auszuüben. Der Belastete darf nichts vornehmen, was die Ausübung der Dienstbarkeit verhindert oder erschwert. Er hat das Wegrecht somit zu dulden. Im Gegenzug erhält der Belastete in der Regel eine finanzielle Entschädigung oder ein Gegenrecht.

Beispiel Wegrecht:

X hat das Recht, über das Grundstück von Y zu gehen. X muss sein Recht schonend ausüben und zum Weg Sorge tragen. Y hingegen darf den Weg nicht mit einem Zaun versperren.

Unterhalt der Dienstbarkeit

Der Unterhalt wird normalerweise im Dienstbarkeitsvertrag geregelt. Fehlt eine solche Bestimmung, so hat derjenige den Unterhalt zu tragen, wer den Nutzen hat. Dient der oben beschriebene Weg nur X, so hat dieser den gesamten Unterhalt zu tragen.

Hast du Fragen zu einer Dienstbarkeit? Komm vorbei, wir klären das.

 

 

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