Ein neues Datenschutzgesetz für die Schweiz

Ein neues Datenschutzgesetz für die Schweiz

03.01.2022

Die Schweiz hat ein neues, strengeres Datenschutzgesetz verabschiedet, das voraussichtlich gegen Ende 2022 in Kraft treten wird. Was gibt es für Änderungen, was bleibt gleich und auf was muss ich achten, wenn ich eine Webseite betreibe?

Konkrete Änderungen

  • Das revidierte Datenschutzgesetz beschränkt sich wie die Datenschutzgrundverordnung der EU auf den Schutz natürlicher Personen – statt wie bisher auch auf Daten juristischer Personen.
  • Neu gelten auch genetische und biometrische Daten als besonders schützenswert.
  • Neu müssen die Unternehmen die betroffenen Personen über jede Datenbeschaffung angemessen informieren, nicht wie bisher nur bei besonders schützenswerten Daten.
  • Unternehmen sind verpflichtet, ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten zu führen.
  • Unternehmen sind verpflichtet, eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchzuführen, wenn die Datenbearbeitung ein hohes Risiko für die Persönlichkeit oder die Grundrechte der betroffenen Personen mit sich bringt.
  • Neu wird auch die automatische Datenbearbeitung geregelt (Profiling). Diesbezüglich ist die Einwilligung der natürlichen Person einzuholen, sofern das Profiling ein hohes Risiko birgt.

Was muss ich bei meiner Webseite umsetzen?

Wenn du eine Webseite betreibst, ist es gemäss Art. 19 des neuen Datenschutzgesetzes Pflicht, die Kunden über die Datensammlung zu informieren. Dies geschieht in der Regel mit einer Datenschutzerklärung. Anders gesagt: eine Datenschutzerklärung wird neu zur Pflicht für deine Webseite.

Grundsätze bleiben gleich

Die grundlegenden Überlegungen und Voraussetzungen für eine zulässige Datenbearbeitung bleiben gleich wie im alten Datenschutzgesetz.

  • Personendaten müssen rechtmässig bearbeitet werden.
  • Die Bearbeitung muss nach Treu und Glauben erfolgen und verhältnismässig sein.
  • Personendaten dürfen nur zu einem bestimmten und für die betroffene Person erkennbaren Zweck beschafft werden.
  • Sie werden vernichtet oder anonymisiert, sobald sie zum Zweck der Bearbeitung nicht mehr erforderlich sind.
  • Wer Personendaten bearbeitet, muss sich über deren Richtigkeit vergewissern.
  • Für die Bearbeitung von besonders schützenswerten Personendaten ist die ausdrückliche Einwilligung erforderlich.

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