Wie geht ein Erbverzicht?

Wie geht ein Erbverzicht?

30.04.2020

Es kann verschiedene Gründe geben, weshalb jemand auf einen Erbanspruch verzichten möchte, beispielsweise weil genügend eigenes Vermögen vorhanden ist oder weil familiäre Schwierigkeiten vorliegen.

Vertragliche Regelung

Der Erbverzicht muss zu Lebzeiten des Erblassers mit einem Erbverzichtsvertrag erklärt werden. Nach Eintritt des Erbfalles besteht nur noch die Möglichkeit der Erbausschlagung.

Bei einem Erbverzicht fällt der Verzichtende beim Erbgang als Erbe ausser Betracht, er wird also so behandelt, als gäbe es ihn nicht. Der Erbverzicht wirkt auch gegenüber den Nachkommen des Verzichtenden, sofern im Vertrag nichts anderes bestimmt wird. Es gibt die Möglichkeit, mit seinem Erbverzicht einen anderen zu begünstigen. Der Erbverzicht fällt jedoch dahin, wenn die Begünstigten die Erbschaft aus irgend einem Grund nicht erwerben.

Erbauskauf

Wenn der Erbverzicht gegen eine Entschädigung erfolgt, handelt es sich um einen Erbauskauf. In diesem Fall kann der Verzichtende - wenn der Erblasser zur Zeit der Eröffnung des Erbganges zahlungsunfähig ist - unter Umständen in Anspruch genommen werden.

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