Gratis zum Mitnehmen – Geschenk oder illegale Entsorgung?

Gratis zum Mitnehmen – Geschenk oder illegale Entsorgung?

18.10.2021

Tatort Trottoir: In vielen Städten und Kommunen gehören alte Möbelstücke, Schachteln voll mit Kinder-Büchern oder Spielwaren mit einem Zettel «Gratis zum Mitnehmen» versehen zum Ortsbild. Anstatt etwas nicht mehr Gebrauchtes einfach wegzuschmeissen, stellt man es anderen Leuten zur Verfügung. Diese löbliche Idee hat jedoch einen Haken: sie ist verboten und wird mit Busse bestraft.

Eine gute Idee, welche schlecht umgesetzt wird?

Grundsätzlich ist es eine löbliche und nachhaltige Idee, wenn man nicht mehr Gebrauchtes Drittpersonen gratis weitergeben möchte. Schliesslich könnte jemand noch Freude an den Dingen haben. Die Problematik dabei ist jedoch, dass viele Leute ihre Sachen hinstellen und dann einfach stehenlassen. Es wird somit Sperrgut auf öffentlichen Plätzen und Wegen deponiert, ohne jedoch die Gegenstände mit kostenpflichtigen Sperrgutmarken zu versehen. Diese Art von Entsorgung – das Anlegen einer sog. «wilden Deponie» - ist jedoch verboten. Schweizweit werden dadurch mehrere hundert Tonnen Sperrgut wild entsorgt, was Kosten von mehreren Millionen Franken mit sich bringt. Als Sperrgut gilt sperriger, brennbarer Kehricht, der nicht in die normalen Abfallbehältnisse passt. Zum Sperrgut zählen z.B. Abfälle wie Möbel aus Holz oder Kunststoff, Matratzen, Teppiche, grössere Kinderspielzeuge aus Holz oder Plastik.

Illegales Entsorgen wird bestraft

Wer illegal – sprich ohne das Anbringen einer kostenpflichtigen Sperrgutmarke, oder ohne die Gegenstände in Gebührensäcke zu verpacken – Dinge auf öffentlichen Grund abstellt, muss mit einer Busse rechnen. Das Erstellen von «wilden Deponien» wird bestraft und hat abhängig von der zuständigen Gemeinde Kosten von bis zu mehreren hundert Franken zur Folge.

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