Pfändungsankündigung - und nun?

Pfändungsankündigung - und nun?

27.07.2020

Wird in einem Betreibungsverfahren vom Schuldner kein Rechtsvorschlag erhoben oder dieser erfolgreich beseitigt, kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegehren stellen. In der Folge wird dem Schuldner vom Betreibungsamt die Pfändungsankündigung zugestellt.

Pfändungsankündigung

Die Pfändungsankündigung enthält Angaben zum Datum und Ort des Pfändungsvollzugs sowie zu den damit verbundenen Pflichten des Schuldners. Hierzu gehört insbesondere, dass dieser persönlich an der Pfändung anwesend sein und sämtliche Vermögenswerte angeben muss.

Protokoll und Urkunde

Die Betreibungsbeamtin oder der Betreibungsbeamte hält in einem Protokoll und später in der Pfändungsurkunde fest, welche Gegenstände und Vermögenswerte gepfändet wurden. In der Folge ist jegliches Verfügen (veräussern, verschenken etc.) darüber verboten. Es darf jedoch nicht alles gepfändet werden. Unpfändbar sind beispielsweise AHV- und IV-Renten sowie Vermögenswerte im Ausland. Zudem darf das Einkommen nur bis zum Existenzminimum gepfändet werden.

Wird ein Gegenstand oder Vermögenswert gepfändet, womit der Schuldner nicht einverstanden ist, kann dagegen innert 10 Tagen Beschwerde erhoben werden.

Verlustschein

Können die Schulden aus dem Pfändungserlös nicht vollständig beglichen werden, erhalten die Gläubiger einen Pfändungsverlustschein. Dieser verjährt nach 20 Jahren.

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