Sorgerechtsverfügung - Vorsorge für deine Kinder

Sorgerechtsverfügung - Vorsorge für deine Kinder

05.04.2022

Wir schieben die Vorsorge oft jahrelang vor uns her und denken immer mal wieder mit einem unguten Gefühl daran, nur um dann gleich etwas vermeintlich Wichtigeres in Angriff zu nehmen. Dabei ist Vorsorge für dich und deine Kinder wichtig und nur mit einem geringen Aufwand verbunden.

Sorgerechtsverfügung verfassen

Was passiert, wenn die Eltern die Betreuung und die Sorge der Kinder nicht mehr erfüllen können, weil sie bei einem Unfall ums Leben gekommen sind oder ihre Urteilsfähigkeit verloren haben? Obwohl den meisten Eltern ihre Kinder das Wichtigste sind, beschäftigt sich kaum jemand mit solch unangenehmen Fragen. Eltern, die für diesen Fall zu Lebzeiten vorsorgen möchten, können eine Sorgerechtsverfügung aufsetzen. 

Was bezweckt die Sorgerechtsverfügung?

Das Sorgerecht geht in den meisten Fällen auf den anderen Elternteil über, sofern das Kindeswohl dabei nicht gefährdet ist. Wenn das Sorgerecht allein beim verstorbenen Elternteil lag oder beide Eltern versterben, sucht die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) nach einem geeigneten Vormund. In der Regel wird die Behörde jemanden innerhalb der Familie suchen. Dies kann aber gerade bei Generationsunterschieden schwierig sein.

In der Sorgerechtsverfügung wird festgehalten, wer als Vormund für die Kinder geeignet und gewünscht ist. Es ist natürlich vorteilhaft, wenn die Person schon zu Lebzeiten der Eltern in enger Beziehung zu den Kindern stand.

Ein gesetzlicher Anspruch, dass die KESB dem Wunsch der Eltern entspricht, besteht nicht. Allerdings stellt die Sorgerechtsverfügung eine wichtige Hilfestellung für die Entscheidung der Behörden dar und es wird nur im Ausnahmefall zum Wohl des Kindes davon abgewichen (wenn der Vormund die Sorge aus einem Grund nicht übernehmen kann).

Was gilt es zu beachten?

Die Sorgerechtsverfügung muss unterschrieben und mit dem Datum versehen werden. Vormundschaftsregelung (Erziehung) und Verwaltung des geerbten Vermögens können getrennt werden. Es ist also möglich, zwei verschiedene Personen für die jeweiligen Bereiche vorzusehen. Es können sogar Ersatzpersonen genannt werden. Ausserdem können Personen auch ausdrücklich ausgeschlossen werden. Dies sollte jedoch begründet werden, damit die entscheidende Behörde den Gründen folgen kann.

Am besten wird dem Wunschvormund ein Exemplar der Verfügung übergeben und das Original bei den wichtigen Dokumenten aufbewahrt. Die Behörde ist zwar nicht an den Wunsch gebunden, wird ihn aber gebührend berücksichtigen. Sie muss aufgrund der späteren Verhältnisse entscheiden, welches die beste Lösung für das Kind ist. Ist es urteilsfähig, ist in erster Linie auf seine Meinung Rücksicht zu nehmen.

Tipp:

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