Virtuelle Durchführung von Generalversammlungen

Virtuelle Durchführung von Generalversammlungen

31.05.2022

Mit dem Inkrafttreten des neuen Aktienrechts am 1.1.2023 werden virtuelle Generalversammlungen neu zulässig sein. Damit die Generalversammlungen aber virtuell abgehalten werden können, müssen folgende Vorkehrungen getroffen werden:

  • Statutarische Grundlage:
    Die Durchführung einer virtuellen Generalversammlung ist nur zulässig, wenn eine entsprechende statutarische Grundlage besteht (Art. 701d Abs. 1 nOR). Die entsprechende Statutenänderung bedarf eines Mehrheitsbeschlusses der Generalversammlung und muss öffentlich beurkundet werden.
  • Regelung der Verwendung elektronischer Mittel:

Bevor eine virtuelle Generalversammlung einberufen wird, muss der Verwaltungsrat die Verwendung elektronischer Mittel regeln. Voraussetzungen sind:
(i) Identität der Teilnehmer muss festgestellt werden können, (ii) die Voten müssen unmittelbar übertragen werden können, (iii) jeder Teilnehmer muss Anträge stellen und an der Diskussion teilnehmen können, (iv) das Abstimmungsergebnis darf nicht verfälscht werden können.

  • Protokollierung:
    Der Verwaltungsrat hat auch während der virtuellen Generalversammlung Protokoll zu führen.
  • Technische Probleme:
    Treten während der virtuellen Generalversammlung technische Probleme auf und kann die Versammlung deswegen nicht ordnungsgemäss durchgeführt werden, muss sie wiederholt werden. Beschlüsse, die vor dem Auftreten der technischen Probleme gefasst wurden, bleiben jedoch gültig.

 

Werde aktiv und passe die Statuten deines Unternehmens an, damit die nächste Generalversammlung virtuell durchgeführt werden kann.


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