Wenn die Wohnungskündigung zum Härtefall wird

Wenn die Wohnungskündigung zum Härtefall wird

28.02.2020

Eine Kündigung kann für den Mieter zum Härtefall werden. In begründeten Fällen hat der Mieter Anspruch auf eine Mieterstreckung.

Wenn der Mieter eine ordentliche Kündigung (wie auch fristlos) erhält, so kann er die Kündigung innert 30 Tagen bei der Schlichtungsbehörde anfechten oder falls er die Kündigung akzeptiert, eine Mieterstreckung beantragen.

Eine Mieterstreckung wird nicht gewährt, wenn der Mieter gegenüber dem Vermieter im Zahlungsverzug ist, seine Sorgfalts- und Rücksichtsnahmepflichten schwer verletzt hat oder Konkurs angemeldet hat.

Eine Mieterstreckung soll dem Mieter mehr Zeit geben, eine neue Wohnung zu finden. Allerdings muss der Mieter nachweisen können, dass die Kündigung für ihn bzw. für seine Familie einen Härtefall auslöst. Als ein Härtefall gelten Umstände, die es schwer oder gar unmöglich machen, bis zum Ablauf des Mietverhältnisses ein geeignetes Mietobjekt zu finden.

Mietverhältnisse können höchstens 2 Mal erstreckt werden. Das Gesetz sieht für Wohnräume eine Erstreckung bis zu 4 Jahre, für Geschäftsräume sogar bis zu 6 Jahre vor.

Hast du weitere Fragen zur Mieterstreckung? Komm zu YLEX, wir klären das.

Ebenfalls interessant für dich