Wenn es ums Stillen am Arbeitsplatz laut wird

Wenn es ums Stillen am Arbeitsplatz laut wird

29.05.2020

Stillen hat mehrere gesundheitliche Vorteile für Mutter und Kind. Gestillte Kinder erkranken weniger häufig, was wiederum zu weniger Abwesenheiten der Eltern am Arbeitsplatz führt.

Zusätzliche Pausen

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben muss kein Grund sein, mit dem Stillen aufzuhören. Auch kleine Babys berufstätiger Mütter können gestillt werden. Stillenden Müttern sind die für das Stillen oder für das Abpumpen von Milch erforderlichen Zeiten freizugeben. Zudem hat er dafür zu sorgen, dass ein geeigneter Raum für das Stillen vorhanden ist. Davon wird im ersten Lebensjahr des Kindes als bezahlte Arbeitszeit angerechnet:

  • bei einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 4 Stunden: mindestens 30 Minuten;
  • bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 4 Stunden: mindestens 60 Minuten;
  • bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 7 Stunden: mindestens 90 Minuten

Diese Zeiten können je nach den Bedürfnissen des Kindes am Stück oder verteilt bezogen werden. Die Arbeitnehmerin verfügt unabhängig davon, ob sie im Betrieb stillt oder den Arbeitsplatz zum Stillen verlässt, über dieselbe bezahlte Stillzeit. Diese Bestimmung gilt auch für Frauen, die ihre Milch abpumpen. Väter, welche den Nachwuchs mit abgepumpter Milch ernähren, erhalten jedoch keine bezahlte Stillzeitpausen. Mütter, welche sich im Homeoffice befinden, haben denselben Anspruch wie im Geschäftsbetrieb. Auf Verlangen des Arbeitgebers ist eine Stillbestätigung vorzuweisen.

Hast du Fragen zum Stillen am Arbeitsplatz oder zur Mutterschaft im Allgemeinen? Komm mit deinem Nachwuchs vorbei, wir klären das.

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